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A wie Alkohol

Alkohol im Straßenverkehr ist kein Kavaliersdelikt und kann ernsthafte und nachhaltige Konsequenzen nach sich ziehen.

 

Im Bereich des Ordnungswidrigkeitenrechts können erhebliche Geldbußen festgesetzt werden, darüber hinaus hat Alkohol am Steuer in manchen Konstellationen gar strafrechtliche Folgen. Ferner können Fahrverbote verhängt werden oder die Fahrerlaubnis endgültig entzogen werden.

 

Wer alkoholisiert einen Verkehrsunfall verursacht, kann von seiner Haftpflichtversicherung in Regress genommen werden oder bleibt auf seinem eigenen Fahrzeugschaden sitzen.

 

Hier die rechtlich relevanten Promillegrenzen und ihre Auswirkungen:

 

0,0 – 0,29 Promille:

keine Sanktionen.

 

0,3 – 0,49 Promille:

sofern keine alkoholbedingten Ausfallerscheinungen hinzutreten, keine Sanktionen. Falls Ausfallerscheinungen hinzutreten, so spricht man von relativer Fahruntüchtigkeit. Die Verwirklichung einer Straftat ist bereits möglich.

 

0,5 – 1,09  Promille:

Es drohen Geldbuße und Fahrverbot (Siehe unten!), auch ohne Hinzutreten alkoholbedingter Ausfallerscheinungen. Die Verwirklichung einer Straftat ist möglich.

 

1,1 Promille oder mehr:

Grenze zur absoluten Fahruntüchtigkeit. Wer trotz dieser Alkoholkonzentration im Straßenverkehr ein Kraftfahrzeug führt, macht sich strafbar.

 

1,6 Promille oder mehr:

Bei dieser Alkoholkonzentration ist eine sog. medizinisch-psychologische Untersuchung fällig.

 

 

Ordnungswidrigkeit, Geldbuße und Fahrverbot:

 

1.

Wer ein Kraftfahrzeug mit einer Blutalkoholkonzentration von 0,5 Promille oder mehr oder einer Atemalkoholkonzentration von 0,25 mg/l oder mehr führt, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer Geldbuße in Höhe von € 500,- (Regelsatz), einem Monat Fahrverbot sowie 4 Punkten geahndet wird.

 

2.

Liegt bereits ein Eintrag im Verkehrszentralregister wegen eines Verstoßes gegen die 0,5 Promille-Grenze oder einer alkoholbedingten Straßenverkehrsstraftat vor, beträgt die Geldbuße € 1.000,- (Regelsatz). Zudem wird ein dreimonatiges Fahrverbot verhängt und die Ordnungswidrigkeit mit 4 Punkten geahndet.

 

3.

Liegen bereits mehrere Einträge im Verkehrszentralregister wegen eines Verstoßes gegen die 0,5 Promille-Grenze oder einer alkoholbedingten Straßenverkehrsstraftat vor, beträgt die Geldbuße € 1.500,- (Regelsatz). Zudem wird ein dreimonatiges Fahrverbot verhängt und die Ordnungswidrigkeit mit 4 Punkten geahndet.

 

Bei drohenden Sanktionen aufgrund einer Alkoholfahrt berät Sie das ZIMMLINGHAUS Anwaltsbüro gerne!

 

Rechtstipps zu diesem Thema:

Rechtstipp zur Kürzung bei der Kaskoversicherung im Falle alkoholbedingter Fahruntüchtigkeit
Zimmlinghaus Kaskoversicherung Kürzung F[...]
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