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E wie Entziehung der Fahrerlaubnis

Begeht man eine Verkehrsstraftat, also eine Handlung nach dem Strafgesetzbuch, die im Zusammenhang mit dem Führen eines Kraftfahrzeugs steht, muss man regelmäßig damit rechnen, dass einem als sog. Maßregel der Besserung und Sicherung die Fahrerlaubnis entzogen wird. In der Regel wird in diesen Fällen auch eine Sperrfrist verhängt. Im Ergebnis bedeutet dies, dass die Fahrerlaubnis völlig neu erworben werden muss und die Verwaltungsbehörde vor Ablauf der Sperrfrist keine neue Fahrerlaubnis erteilen darf. Stellt man schließlich den Antrag auf Neuerteilung einer Fahrerlaubnis, entscheidet die Behörde ebenfalls darüber, ob man zuvor beispielsweise noch ein medizinisch-psychologisches Gutachten, die sog. MPU, „bestehen“ muss.

Eine Besonderheit gilt noch für das Fahren ohne Fahrerlaubnis gemäß § 21 StVG. Kommt es wegen dieses Vergehens zu einer Verurteilung, kann naturgemäß keine Fahrerlaubnis entzogen werden, da eine solche nicht existiert. Dennoch kann eine Sperrfrist verhängt werden, so dass man erst nach Ablauf der jeweiligen Sperrfrist überhaupt eine Fahrerlaubnis erwerben darf.

In schwerwiegenden Fällen kann eine Fahrerlaubnis auch vorläufig entzogen werden, so dass der Führerschein bereits eingezogen wird, bevor es zu einer Verurteilung durch das Gericht kommt.

Im Zusammenhang mit der Entziehung der Fahrerlaubnis steht auch das Punktesystem des Zentralverkehrsregisters: Wer 18 Punkte in Flensburg gesammelt hat, dem wird die Fahrerlaubnis ebenfalls entzogen.

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